Festa Paschalia 2018

Konzerte zur Passions- und Osterzeit
März bis Mai 2018

Im Namen aller beteiligten Künstlerinnen und Künstler laden die Künstler-Union-Köln und der figuralchor köln Sie herzlich ein, diese besonderen Tage mit den Festa Paschalia zu erleben.


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Samstag, 24.03.2018, 20:30 Uhr
St. Pantaleon, Köln

Via Crucis

figuralchor köln

Als Kreuzweg (Weg des Kreuzes) bezeichnet man ursprünglich die Nachahmung der Via Dolorosa (lat. „schmerzensreiche Straße“) in Jerusalem als Stationsweg vor Wallfahrtskirchen. Aus dem Heiligen Land zurückgekehrte Pilger legten Nachbildungen der heiligen Orte in ihrer Heimat an. Seit der Zeit um 1600 wurden Kreuzwege mit 14 bebilderten Stationen errichtet. Sie zeigten den Weg Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung und Grablegung. Als Bestandteil der Ausstattung von Kirchenräumen entstand der vierzehnteilige Kreuzwegzyklus gegen Ende des 17. Jahrhunderts. An den Wänden wurden 14 Stationen mit Holzkreuzen markiert, unter denen sich meist eine bildliche oder plastische Darstellung der jeweiligen Kreuzwegstation befand. Besonders im 19. Jahrhundert war der vierzehnteilige Kreuzwegzyklus innerhalb von Kirchenräumen sehr verbreitet.

„Via crucis“ (1878), eine Betrachtung über die 14 Kreuzwegstationen für Soli, Chor und Orgel, stammt aus Liszts römischer Epoche. Liszt schreibt in einer für sein Alterswerk typischen Weise eine musikalische Kreuzweg-Meditation; ein ebenso merkwürdiges wie anrührendes, in seiner asketischen Radikalität unglaublich modernes Werk. Mit einer fast die Grenzen der Tonalität sprengenden Harmonik und expressiven wie asketischen Affekten vereinigt es unterschiedliche Formen und musikalische Stilmittel wie gregorianischer Hymnus, Kirchenlied, Choralvariation in spätromantischer Harmonik expressiv gesteigert, unbegleitetes Solo-Rezitativ, Chor-Unisono und Frauenchor-Passagen mit dem Stabat Mater der Liturgie. Die vielseitigen Stilmittel der Komposition zeigen die Bilder des Leidens, der Klage, der Suche: die Musiksprache gelangt an den Rand des Verstummens; sie versinkt in einem tönenden, mystischen Schweigen.

Leitung: Richard Mailänder, Orgel: Martina Mailänder

Montag, 02.04.2018, 16:00 Uhr
St. Pantaleon

Lumen Christi

Rihards Dubra (*1964)

Susanna Martin, Sopran
Manuel König, Tenor
Tilo Dahlmann, Bariton
figuralchor köln
Neues Rheinisches Kammerorchester
Leitung: Richard Mailänder


Die Osternacht ist die Nacht der Nächte, der Ostertag der Tag aller Tage, gründlicher als der erste Schöpfungstag. So bekennt das Gebet zu Ostern: Wunderbar hast Du die Welt erschaffen, noch wunderbarer hast Du sie erneuert. Von der glückseligen Schuld spricht die Nacht der Nächte, von der felix culpa, die solche Wende in das irdische Geschick brachte. Jesus Christus, gekreuzigt und begraben, ist von den Toten auferstanden. Aus Sünde und Tod wird Auferstehung und Erlösung.
Musikalisch führt die Osternacht ein Schattendasein. Rar sind Kompositionen, die sich dem Leben der Osternacht
widmen. Karfreitag scheint alle kompositorische Kraft an sich gebunden zu haben.
Rihards Dubra hat seinem Oratorium die Lesungen und das Evangelium zugrunde gelegt, die in der Liturgie der
Osternacht vorgetragen werden. So bleibt seine Komposition ganz nahe beim Mysterium dieser Nacht der Nächte.
Der Gesang auf die Osterkerze, das Exultet, eröffnet das Osteroratorium. Die brennende Osterkerze ist das zentrale Symbol des Auferstandenen. Sie repräsentiert Christus, das Licht der Welt. In der Liturgie trägt der Diakon die brennende Osterkerze in die dunkle Kirche. LUMEN CHRISTI ruft er dreimal in die dunkle Kirche, die sich langsam
im wachsenden Schein der Kerzen erhellt. Sein Ruf hat dem Oratorium seinen leuchtenden Namen gegeben:
LUMEN CHRISTI!
Prälat Josef Sauerborn

Montag, 21.05.2018, 16:00 Uhr
St. Ursula, Köln

Das Licht der fließenden Gottheit

Lieder der Zisterzienserinnen zu Pfingsten

mit Musik u.a. aus dem Graduale Kloster Wonnenthal, Gisle Codex, Codex Las Huelas, Kloster Wienhausen, Mechthild von Magdeburg und dem Graduale Triplex

Die religiösen Frauenbewegungen des 12. und 13. Jahrhunderts fanden in der Abgeschiedenheit der Zisterzienserinnenklöster einen idealen Raum. Der im 11. und 12. Jahrhundert von den Großen des Ordens geprägte
Spiritualität schlossen sich schon im 12. Jahrhundert viele Frauen an. Dass die Zisterzienser dem Anliegen dieser
Frauen gegenüber offen waren und mit ihnen ihre Spiritualität auch teilen wollten, zeigt die Tatsche, dass sie bei der spirituellen Findung vieler Frauenkonvente mithalfen.
So entwickelten sich die Zisterzienserinnenklöster zu Zentren der Spiritualität und Mystik, wie z.B. das berühmte Kloster „Las Huelgas“ in Spanien oder in Deutschland das Kloster Helfta, „die Krone der deutschen Frauenklöster“, in dem Mechthild von Hackeborn und Getrud von Helfta lebten. Auch Mechthild von Magdeburg ging auf Anraten ihres Beichtvaters nach Helfta, denn bevor sie dort ins Kloster eintrat, lebte sie  in Magdeburg als Begine. Sie war die erste deutsche Mystikerin, die auf Deutsch schrieb. In ihrem Buch „Das Licht der fließenden Gottheit“ finden sich auch viele Lieder, ohne Melodien. Aber einer Trobairitz fallen auch im 21. Jahrhundert die passenden Melodien zu ihren Texten ein: „ich kum zu miner lieben als ein touwe uf den bluomen…..“.
Ala Aurea
Maria Jonas - Gesang
Elisabeth Seitz - Hackbrett
Bassem Hawar - Djoze
Schola an St. Agnes
Ltg. Margret Hoppe

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